Dambulla: Felsentempel in der Abenddämmerung

Auf der Strecke zwischen Polonnaruwa und Kandy passiert man eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit im kulturellen Dreieck: Den Felsentempel Damulla Raja Maha Vihara. Schon im 1. Jh. v. Chr. gab es hier eine Einsiedelei von Mönchen und einen gesponserten Tempel von König Vatagamani Abhaya. Nach und nach kamen neue Gebäude, Statuen und vor allem farbenfrohe Felsmalereien dazu. Der letzte König zeigte hier noch im 18. Jh. seine Erkenntlichkeit. Doch Dambulla hat heute nicht nur einen künstlerischen Wert, denn das goldene Kloster ist auch eine wichtige Ausbildungsstätte für Mönche.

Felsentempel von Dambulla Außenansicht

Felsentempel von Dambulla

 

Am Gelände des Klosters sticht zunächst eine etwas fragwürdige architektonische Leistung ins Auge: Eine Tempelfassade aus künstlichen Steinen, die von einem über 30 Meter hohen goldenen Buddha gekrönt wird. Dem gegenüber steht ein ebenfalls ganz in Gold gehüllter Stupa. Von dem äußeren Schein sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn an der linken Seite des Gebäudes entlang führt eine breite Treppe nach oben zu den alten Felsenhöhlen.

Eingangabereich des goldenen Tempels

Eingangsbereich des goldenen Tempels

 

Überraschend ist hier der Eintritt frei, ein Guide ist nicht unbedingt notwendig. Das Klosterareal schmiegt sich an die steil aufragende Felswand, auf der Affen turnen und Pilger ihrer mitgebrachten Blumen berauben. Vom Tempel aus bietet sich abermals ein traumhafter Blick über den umliegenden Dschungel.

Goldener Sonnenuntergang über dem Dschungel

Goldener Sonnenuntergang über dem Dschungel

 

Fünf Felsenhöhlen bergen heute an die 100 Buddha Statuen und wunderschöne Höhlenmalereien. Die erste Höhle nach dem Eintritt – Devaraja Viharaya – beherbergt eine riesige liegende Buddha-Statue und eine relativ jung wirkende Malerei mit besonderer Strahlkraft. Auf den Füßen dieses Buddhas, lassen sich die Lotusblüten ganz besonders gut erkennen.

Die Lotusblüten an den Füßen des ins Nirvana eingegangenen Buddhas

Die Lotusblüten an den Füßen des ins Nirvana eingegangenen Buddhas

 

Gleich daneben tritt man in die größte der fünf Höhlen, die nicht nur Buddha, sondern auch Hindu-Gottheiten und einen Stupa beherbergt. Die Wandmalereien zeigen, dass sich auch die Stifterkönige für ihre Errungenschaften feiern haben lassen. Von perfekt symmetrischen Mustern, bis hin zu bewegten Figuren mit erstaunlich realistisch modellierten Körperpartien findet man hier eine Menge wunderbarer Details an den Wänden.

Wandmalerei in den Höhlen von Dambulla

Wandmalerei in den Höhlen von Dambulla

 

Der Stupa in der größten Höhle.

Der Stupa in der größten Höhle.

 

Die vielen Buddhas in Dambullas größter Höhle

Die vielen Buddhas in Dambullas größter Höhle

 

Die nächsten drei Höhlen sind kleiner, aber nicht minder bewundernswert. Man betritt sie in folgender Reihenfolge: Maha Aluth Viharaya, Pachima Viharaya und Deveni Aluth Viharaya, die erst 1915 eingerichtet wurde. Alles in allem sind die Felshöhlen einen kurzen aber sehr gelungenen Ausflug definitiv wert.

Liegender Buddha in einer der kleinen Höhlen.

Liegender Buddha in einer der kleinen Höhlen.

 

Die typischen Blütengaben vor jedem Altar

Die typischen Blütengaben vor jedem Altar

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