{"id":1235,"date":"2018-01-04T21:46:14","date_gmt":"2018-01-04T20:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/travel.googlehupf.at\/?p=1235"},"modified":"2018-07-25T22:07:45","modified_gmt":"2018-07-25T20:07:45","slug":"die-forts-rund-um-nizwa-ein-blick-in-die-vergangenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/?p=1235","title":{"rendered":"Die Forts rund um Nizwa: Ein Blick in die Vergangenheit"},"content":{"rendered":"<p>Nizwa ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt f\u00fcr den Besuch verschiedener alter Wehranlagen in der Umgebung. Viele der Geb\u00e4ude haben entweder die Jahrhunderte \u00fcberdauert oder wurden in den letzten Jahren minuti\u00f6s wieder rekonstruiert. Der vorherrschende Baustil sieht wehrhafte Mauern aus Lehm und an manchen Stellen auch aus Steinen vor, Pflanzenfasern dienen als verbindendes Material. Die meisten Forts waren in eine Stadtmauer integriert und beherbergten auch Wohngeb\u00e4ude und Lagerr\u00e4ume. Der Grundaufbau sah dabei vor, den eindringenden Feind maximal zu verwirren, in dem viele Treppen, Wege und Scheing\u00e4nge ein regelrechtes Labyrinth im Inneren der Forts bilden. Die D\u00e4cher sind auch hier meist flach, Fenster waren vorwiegend in den oberen Geschossen \u00fcber dem Boden angebracht, um die Luft zum zirkulieren zu bringen. Die R\u00e4ume im Ergeschoss waren eher dunkel und mit fensterf\u00f6rmigen Nischen als Regalabstellpl\u00e4tze versehen.<\/p>\n<p>Unter jedem Fort f\u00fchrte ein Falaj hindurch, der meist von der offenen K\u00fcche im Innenhof aus zug\u00e4nglich war. Manche hatten au\u00dferdem eigene Brunnen oder Zisternen. Auch St\u00e4lle waren im Fort untergebracht, sowie Gef\u00e4gnisse, Gerichtss\u00e4le und nat\u00fcrlich eine Moschee und die Koranschule &#8211; sofern das Fort wichtig genug war, um einen Imam zu beherbergen. Das f\u00fchrte auch dazu, dass einige Verteidigungsma\u00dfnahmen vergriffen wurden. Besonders beliebt waren Schlitze \u00fcber Zug\u00e4ngen durch die kochender Dattelsaft auf die Feinde geleert werden konnte und lose Bretter in den Treppen, die in der Nacht entfernt wurden und Angreifer in Fallgruben st\u00fcrzen lie\u00dfen. Besprechungsr\u00e4ume waren oft mit versteckten T\u00fcren oder Gruben versehen, hinter denen sich Wachen bereithalten konnten. F\u00fcr besonders paranoide Herrscher gab es versteckte Fl\u00fcsterzimmer f\u00fcr geheime Unterredungen. Hier ein paar Beispiele der sehenswertesten Forts in der Umgebung von Nizwa mit ihren Besonderheiten.<\/p>\n<p><strong>Bahla<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6510.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1327\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6510-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6510-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6510-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6510-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6472.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1328\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6472-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6472-683x1024.jpg 683w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6472-200x300.jpg 200w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/bahla_DSC_6472-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Mauern sind vollst\u00e4ndig aus Lehm geformt<\/p>\n<p>Bahla war eine Zeit lang Hauptstadt und das Fort gilt als das gr\u00f6\u00dfte und sch\u00f6nste im Oman. Als solches hat es das Fort nach einem umfassenden Wiederaufbau sogar zum UNESCO Weltkulturerbe geschafft. Heute kann es um umgerechnet ca. 1 Euro besichtigt werden.<\/p>\n<p><strong>Jabrin<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6618.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1329\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6618-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6618-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6618-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6618-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6562.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1330\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6562-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6562-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6562-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6562-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6582.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1331\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6582-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6582-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6582-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jabrin_DSC_6582-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Palast von Jabrin nahm der omanische B\u00fcrgerkrieg im 17. Jahrhundert eigentlich seinen Ausgang. Imam Bil&#8217;Arab hatte hier, s\u00fcdlich von Bahla seine neue Hauptstadt und ein regelrechtes Bildungszentrum eingerichtet und einen wundersch\u00f6nen Palast bauen lassen. Sein Bruder wollte ihm allerdings den Titel abspenstig machen, weswegen der Palast nach und nach ebenfalls zur Wehranlage ausgebaut wurde. Letztendlich half dem Imam allerdings auch ein ganzer Turm voll Datteln und ein eigener unabh\u00e4ngiger Brunnen im Inneren der Anlage nicht weiter. Er wurde von seinem Bruder letztendlich ausgehungert.<\/p>\n<p><strong>Sallut<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/sallut_DSC_6650.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1332\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/sallut_DSC_6650-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/sallut_DSC_6650-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/sallut_DSC_6650-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/sallut_DSC_6650-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entgegen diverser Koordinaten liegt die Ausgrabung ein St\u00fcckchen s\u00fcdlich von Jabrin direkt an der Stra\u00dfe. Auf einem kleinen H\u00fcgel wurde hier eine der \u00e4ltesten Siedlungen Omans entdeckt. Schon seit Jahren arbeitet ein italienisches Forscherteam daran die Anlage aus Fort, Wohnbauten Grabst\u00e4tten zu erfassen und auch wieder zu rekonstruieren. 2017 wurde das Gebiet leider vollst\u00e4ndig eingez\u00e4unt, weswegen nicht viel mehr als ein Blick aus der Ferne m\u00f6glich ist. Hier ein spannender Artikel \u00fcber mehr Details zum Inneren des riesigen Areals.<\/p>\n<p><strong>Fuqqin<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/fuqqin_DSC_6716.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1334\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/fuqqin_DSC_6716-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/fuqqin_DSC_6716-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/fuqqin_DSC_6716-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/fuqqin_DSC_6716-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenig bekannt und selten beschrieben ist das kleine Fort von Fuqqin im Oaseng\u00fcrtel von Manah. Daf\u00fcr ist es umso sehenswerter. Unscheinbar steht der hohe, aus zwei vollkommen getrennten Wohnbereichen stehende Turm im Ortszentrum. Umgeben ist er von einer Vielzahl an jahrhunderte alten zerfallenen Stein und Lehmh\u00e4user zwischen denen man wunderbar auf Entdeckungstour gehen kann. An manchen Stellen sind sogar die Treppen in den zweiten Stock noch intakt, an anderen Stellen liegen M\u00fcllhaufen zwischen den verbliebenen Erdh\u00fcgeln. Dennoch kommt es einem zwischen den engen G\u00e4sschen und verwinkelten Geb\u00e4udeteilen so vor, als k\u00f6nne man den allt\u00e4glichen Rummel des mittelalterlichen Dorfes h\u00f6ren. H\u00e4ndler rufen ihren Preise, Frauen tratschen am brunnen, Ziegen meckern, Kinder laufen kreischend in den Gassen herum, irgendwo schreit ein Esel, T\u00f6pfe klirren&#8230; Das kleine \u00d6rtchen eignet sich perfekt als Blick in die Vergangenheit und zeit auch sehr sch\u00f6n wie die anderen Forts ausgesehen haben m\u00fcssen, bevor sie restauriert wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nizwa ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt f\u00fcr den Besuch verschiedener alter Wehranlagen in der Umgebung. Viele der Geb\u00e4ude haben entweder die Jahrhunderte \u00fcberdauert oder wurden in den letzten Jahren minuti\u00f6s wieder rekonstruiert. Der vorherrschende Baustil sieht wehrhafte Mauern aus Lehm und an manchen Stellen auch aus Steinen vor, Pflanzenfasern dienen als verbindendes Material. 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