{"id":1233,"date":"2018-01-02T21:08:09","date_gmt":"2018-01-02T20:08:09","guid":{"rendered":"http:\/\/travel.googlehupf.at\/?p=1233"},"modified":"2018-07-25T21:41:06","modified_gmt":"2018-07-25T19:41:06","slug":"hajar-gebirge-auf-der-suche-nach-den-wolken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/?p=1233","title":{"rendered":"Hajar Gebirge: Auf der Suche nach den Wolken"},"content":{"rendered":"<p>Der Hajar-Gebirgszug trennt die Capital Area, sowie die fruchtbare K\u00fcstengegend der Batinah und den weiteren K\u00fcstenstreifen bis Sur vom Rest Omans. Dass so unterschiedliche, von 2000 bis 3000 Meter hohen Bergen getrennte Regionen \u00fcberhaupt zu einer Einheit verschmelzen konnten, grenzt schon fast an ein Wunder. Dennoch befinden sich gleich s\u00fcdlich des Hajar mit Nizwa, die heimliche Hauptstadt Omans, sowie generell die spannendsten touristischen Regionen. Anschlie\u00dfend ziehen 900 km Sandw\u00fcste und Gebirge eine weitere Trennung zur Region um Salalah und der Grenze zu Yemen ein.<\/p>\n<p>Wir konnten auf unserer Reise bereits einen Blick auf das unwirtliche Hochplateau vom Nordrand des Hajar werfen, als wir den Wadi Fins in Angriff genommen haben. Vom S\u00fcdrand aus sind Jebel (arabisch &#8222;Berg&#8220;) Shams und Akdhar, sowie das Saiq Plateau die spannensten Ziele. Dazwischen winden sich Wadis wie Schlangen durch gigantische Canyons, die von oben wie unten dem Betrachter den Atem rauben. Wasserf\u00fchrende Wadis sind hier im Winter eher selten. Dennoch kleben die Palmenhaine und G\u00e4rten in ihren Terrassen trotzig an den Felsw\u00e4nden. An manchen Stellen bilden sie einen abwechslungsreichen gr\u00fcnen Farbklecks f\u00fcr die Betrachter, viel \u00f6fter jedoch ist das Bild ausged\u00f6rrt und grau. Viele D\u00f6rfer sind verlassen und Oasen dauerhaft vertrocknet. Nirgends sind auf unseren Reisen bisher die Auswirkungen des Klimawandels so deutlich sichtbar geworden, wie hier. Trotzdem gibt es unz\u00e4hlige traumhafte Eindr\u00fccke vom s\u00fcdlichen Rand des Hajar-Gebirges. Hier ein paar Stationen unserer Reise wieder von West nach Ost.<\/p>\n<p><strong>Jebel Misht und die Bienenkorbgr\u00e4ber von Al-Ayn<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/alayn_DSC_6257.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1311\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/alayn_DSC_6257-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/alayn_DSC_6257-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/alayn_DSC_6257-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/alayn_DSC_6257-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcberall im Oman finden sich diese konischen Bauten, die teilweise \u00fcber 4.000 Jahre alt sind und den Forschern nach wie vor R\u00e4tsel aufgeben. Die \u00e4lteren Exemplare sind aus den unbehauenen Steinplatten zusammengesetzt, j\u00fcngere Bauten wurden bereits aus behauenen Steinen erstellt. Was alle gemeinsam haben, ist die runde Form, ein spitzbogenf\u00f6rmiger Eingang, der immer in die selbe Richtugen hin ausgerichtet ist und ein nach oben hin halbrund zusammenlaufendes Dach, das ihnen das charakteristische Aussehen von Bienenk\u00f6rben gibt.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr die Bauten genutzt wurden, ist bis heute nicht bekannt, da weder Hinweise auf Bestattungen noch auf Wohnsiedlungen bisher gefunden wurden. Lediglich ein paar wenige Keramikreste, lassen die Geb\u00e4ude auf die Zeit vor ca. 4.500 Jahren zur\u00fcck f\u00fchren, als der Nordoman bereits mit Kupfer erfolgreiche Handelsbeziehungen f\u00fchrte (Reich der Magan). Manche Quellen behaupten, dass die Bestattungen stattgefunden haben, da die Bauten Gr\u00e4bern anderer Regionan aus diesem Zeitraum \u00e4hneln, andere Quellen vermuten, dass die Geb\u00e4ude auch als Grenzmarkierungen f\u00fcr verschiedene Familien gedient haben konnten.<\/p>\n<p>Wer seiner Fantasie freien Lauf l\u00e4sst, kann sich die schnurgerade aufgereihten Geb\u00e4ude auch als eine Art &#8222;Majlis&#8220; \u2013 einen Versammlungsort \u2013 f\u00fcr wichtigte Stammeszusammenk\u00fcnfte vorstellen. Zumindest bei der am leichtesten erreichbaren Gr\u00e4berkette vor Al Ayn kommt diese Idee f\u00fcr einen arch\u00e4ologischen Laien auf. Die Zufahrt ist hier von zwei Richtungen aus m\u00f6glich: Die Autostra\u00dfe f\u00fchrt \u00fcber Bahla und Amla, ein spannenderer Weg f\u00fchrt offroad direkt durch die Berge und beginnt bei einer unscheinbaren Einfahrt links hinter Ghul in Richtung Jebel Shams. Wer die Rundfahrt durch die Berge wagt, der wird die ganze Zeit vom m\u00e4chtigen Zackenkamm des Jebel Misht (arab. &#8222;Kamm&#8220;) zur rechten Hand begleitet. Dieser Gebirgskamm ist es auch, der eine hervorragende Kulisse f\u00fcr die, auf einer kleinen Anh\u00f6he gelegenen Gr\u00e4berkette bildet. In den langen Schatten des Abendlichts formen die steinernen T\u00fcrme die Zacken des Berges fast exakt nach und lassen den Ort dadurch noch erhabener wirken.<\/p>\n<p><strong>Wadi Nakhar und das Dorf Al-Nakhar<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/nakhdar_DSC_6208.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1313\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/nakhdar_DSC_6208-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/nakhdar_DSC_6208-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/nakhdar_DSC_6208-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/nakhdar_DSC_6208-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das alte Dorf Al-Nakhar<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um auf den Jebel Shams zu gelangen, f\u00fchrt kein Weg an Al-Nakhar vorbei, das an der M\u00fcndung des Wadi Nakhar in das Wadi Ghul liegt, an dem auch die kurvige Bergstra\u00dfe ein St\u00fcck entlang f\u00fchrt. Ein prominentes Zelt markiert den Eingang zu dem langgezogenen Tal und spendet Schatten f\u00fcr ein paar Dorfbewohner, die hier handgewobene Schafwollteppiche f\u00fcr die Touristen feil bieten. Westseitig liegt hinter der nat\u00fcrlichen Grenze des Wadi Ghul ein Ansammlung an saftigen gr\u00fcnen Parzellen. Angebaut werden hier von R\u00fcben bis zum Zuckerrohr die verschiedensten Pflanzen. Hinter einem Streifen Schatten spendender Dattelpalmen liegt eine kleine Festung, die erst durch die omanischen Flaggen vom gleichfarbigen Hintergrund hervor tritt.<\/p>\n<p>Ostseitig ist das neue Dorf Al-Nakhar\/Ghul angesiedelt. Hier hat Sultan Quaboos wie so oft in dieser Region neue Siedlungen auf eigene Kosten errichten lassen, um den Dorfbewohnern das Aufgeben ihrer alten Behausungen zu erleichtern. Folgt man dem Wadi Nakhar ca. 6 km in die Schlucht hinein, so kommt man auch zu den aufgelassenen Lehmh\u00e4usern dieses alten Dorfes. Verlassene D\u00f6rfer sind kein seltener Anblick in dieser Region. Das hat mehrere Gr\u00fcnde: Zum einen sind immer weniger Dorfbewohner tats\u00e4chlich in der Landwirtschaft besch\u00e4ftigt. Die meisten arbeiten in den naheliegenden St\u00e4dten Nizwa, und Al-Hamra oder auf den \u00d6lbohrstationen in der W\u00fcste. Das hat zur Folge, dass die meisten Arbeiter, die man hier in den G\u00e4rten oder im Sommer bei der Dattelernte sieht eigentlich aus Bangladesch kommen und lediglich Leiharbeitskr\u00e4fte sind. Zum anderen ist die gesamte Region Teil eines staatlichen F\u00f6rderprogrammes, das der zunehmenden Wasserknappheit Herr zu werden versucht. Die Wadis trocknen von Jahr zu Jahr fr\u00fcher aus, Niederschl\u00e4ge im Winter bleiben zunehmend aus, die Reserven aus dem Sommermonsun sind schneller verbraucht. Anders als in den K\u00fcstenregionen liegt auch der Grundwasserspiegel hier viel tiefer. Neben Wasserleitungen sind die kleinen blauen Tankw\u00e4gen, welche die Bergd\u00f6rfer versuchen zu versorgen, ein allgegenw\u00e4rtiger Anblick. In den meisten F\u00e4llen reichen diese Bem\u00fchungen allerdings nicht aus, oder die D\u00f6rfer sind so schwer zug\u00e4nglich, dass sie letztendlich einfach zu einer Wasserleitung versetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie die D\u00f6rfer und Oasen \u00fcberhaupt in den Schluchten der Wadis entstehen und \u00fcber hunderte oder sogar tausende von Jahren bestehen konnten. Das l\u00e4sst sich durch ein ausgekl\u00fcgeltes Bew\u00e4sserungssystem erkl\u00e4ren, das es sogar zum UNESCO Weltkulturerbe geschafft hat. Die sogenannten Falaj sind schmale Kan\u00e4le die komplett waagrecht oft kilometerweit von der Quelle zu den D\u00f6rfern f\u00fchren. Der Hauptkanal verl\u00e4uft f\u00fcr gew\u00f6hnlich oberhalb einer Oase dahin und hat in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Ausl\u00e4sse, die auch heute noch ganz einfach mit einem Stein und einem Tuch verschlossen werden. Unterhalb des Kanals sind stufenf\u00f6rmige Parzellen umgeben von kleinen Erd- oder Steinw\u00e4llen angordnet, die wiederum Ausl\u00e4sse haben. In den Parzellen stehen Dattelpalmen, die Schatten f\u00fcr die darunter liegende Ernte spenden. Die Art der Bepflanung und der Status der Familie regelt letztendlich vieviel Wasser zu welcher Tageszeit in die Parzelle flie\u00dfen darf. Ist die Familie &#8222;an der Reihe&#8220;, wird der Wasserdruck geregelt und der Stein entfernt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund f\u00fcr die Umsiedelung der D\u00f6rfer innerhalb der letzten 40 Jahre ist weitaus bedr\u00fcckender und wird von den Einheimischen nur zusammen mit Worten des Lobes f\u00fcr ihren geliebten Sultan Qaboos ausgesprochen. Wie bereits beschrieben, gilt Sultan Qaboos als Reformer, der Oman vom Mittelalter in der Neuzeit gef\u00fchrt hat. Alle asphaltierten Stra\u00dfen, die Schulen und Krankenh\u00e4user in den Bergen, die teilweise tats\u00e4chlich mitten im Niemandsland stehen, um von den umliegenden D\u00f6rfern gut erreichbar zu sein und eben auch die neu gebauten H\u00e4user sind ein Indiz f\u00fcr den massiven Fortschritt, den das Land innherhalb kurzer Zeit tats\u00e4chlich gemacht hat. Gerade die \u00e4lteren Generationen, die den Wandel miterlebt haben, sprechen voller Erfurcht von ihrem Landesvater. Von denjenigen, die sich gegen Dorfumsiedelungen und zu rasantem Fortschritt wehren, h\u00f6rt man selbstverst\u00e4ndlich nichts.<\/p>\n<p><strong>Jebels Shams: Der Grand Canyon von Oman<\/strong><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jebel-shams_DSC_6317.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1314\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jebel-shams_DSC_6317-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jebel-shams_DSC_6317-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jebel-shams_DSC_6317-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/jebel-shams_DSC_6317-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jebels Shams ist nicht nur der ber\u00fchmteste, sondern mit 3009 Metern H\u00f6he auch der h\u00f6chste Berg Omans. Wer die Stra\u00dfe nach Ghul weiter auf den Berg hinauf verfolgt, kann sogar am Berg \u00fcbernachten. Neben den obligatorischen Resorts gibt es hier n\u00e4mlich auch einige Campingpl\u00e4tze f\u00fcr die schwindelfreien und \u2013 im Winter durchaus k\u00e4lteresistenten \u2013 Besucher. Nach dem Jebel Shams Resort startet au\u00dferdem eine beliebte ca. drei bis vierst\u00fcndige Wanderung (W6), die entlang des Canyons zu einem weiteren verlassenen Dorf und einem kleinen Teich f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Wanderweg f\u00fchrt die ganze Zeit an der Kante des Canyons entlang und gew\u00e4hrt atemberaubende Einblicke in den fast 1000 Meter darunter liegenden Wadi Nakhar. Al-Nakhar sieht von oben aus wie ein kleiner Haufen Legosteine. Hoch \u00fcber den Wanderern ziehen \u00c4gyptische Geier ihre Kreise. Wer sich von der H\u00f6he nicht abschrecken l\u00e4sst, kommt zu einem Fels\u00fcberhang unter den sich die \u00dcberreste winziger Behausungen aus Lehmziegeln schmiegen. F\u00fcr den kundigen Betrachter sind neben Wohngeb\u00e4uden auch ein alter M\u00fchlplatz, eine Moschee und ein Turm zu sehen. Der Fels\u00fcberhang macht das Dorf vollkommen unsichtbar f\u00fcr Neuank\u00f6mmlinge, zur Regenzeit gibt ein Wasserfall zus\u00e4tzlichen Sichtschutz. Dennoch hatten die Dorfbewohner auch einen kleinen Wehrturm auf einem Felsvorsprung errichtet.<\/p>\n<p>Wasser hatte das Dorf dabei genug, da direkt \u00fcber dem Dorf, in einem weiteren zur\u00fcckgelagerten Felsvorsprung ein gr\u00f6\u00dferes nat\u00fcrliches Wasserbasin liegt. Um dorthin zu langen, m\u00fcssen riesige angeschwemmte Felsbrocken \u00fcberwunden werden. Der Besuch des Basins lohnt sich jedoch schon alleine wegen der Aussicht \u2013 und der touristenfreundlichen, allgegenw\u00e4rtigen Ziegen.<\/p>\n<p><strong>Misfah al Abbryen: Omans sch\u00f6nstes Bergdorf<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/misfah_DSC_6173.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1315\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/misfah_DSC_6173-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/misfah_DSC_6173-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/misfah_DSC_6173-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/misfah_DSC_6173-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck vom Jebel Shams in Richtung Al-Hamra liegt die Abfahrt zu einem weiteren malerischen Bergdorf, das in diversen Beschreibungen und auch von den Local Guides als sch\u00f6nstes Dorf Omans bezeichnet wird: Misfah al Abbryen. Auch dieses Dorf ist \u00fcber eine kurvenreiche Offroad-Strecke zu erreichen und besteht aus einem neuen und einem alten Teil. Besucht man den \u00e4lteren Teil von Misfah, kann man sich durch winzige G\u00e4sschen zw\u00e4ngen und einen kleinen H\u00fcgel erklimmen, auf dem die \u00dcberreste eines Festungsturms thronen. Der alte Teil ist dabei keineswegs unbewohnt. An manchen Stellen wurden neue Geb\u00e4ude an die alten Steinmauern angebaut, an anderen Stellen wurden die einfachen H\u00e4user einfach mit Wassertank, Klimaanlage und Satellitensch\u00fcssel ausgestattet.<\/p>\n<p>In diesem Teil des Dorfes befindet sich auch eine nette Unterkunft namens Misfah Old House, bei der es sich ebenfalls um ein renoviertes altes Wohnhaus handelt. Das Konzept sieht m\u00f6glichst authentische Zimmer und Verpflegung vor, wof\u00fcr auch tats\u00e4chlich alle Familien des Dorfes kochen und sich so zus\u00e4tzlichen Unterhalt verdienen. Eine kleine Geschichte hinter dem Old House l\u00fcftet auch schnell das Geheimnis, warum Misfah zu dem Titel sch\u00f6nstes Dorf gekommen ist. In den 90er Jahren wurde Prince Charles n\u00e4mlich im Zuge eines Staatsbesuches f\u00fcr exakt 45 Minuten in das Dorf eingeflogen, damit er das damals schon bekannte Old House besichtigen konnte. Misfah wurde dazu vollkommen abgeriegelt und die Bewohner durften w\u00e4hrenddessen nicht zu ihren H\u00e4usern. Einer der Bewohner erinnert sich dennoch stolz daran, wie es die einheimischen Guides waren, die den Prinzen herum f\u00fchren durften &#8222;und nicht die aus Muskat&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Silvester am Saiq Plateau<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/saiq_DSC_6459.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1318\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/saiq_DSC_6459-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/saiq_DSC_6459-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/saiq_DSC_6459-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/saiq_DSC_6459-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2137.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1319\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2137-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"636\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2137-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2137-300x225.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2137-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwas weiter \u00f6stlich bei Hoota f\u00fchrt eine weitere, gut ausgebaute Stra\u00dfe auf das Saiq Plateau. Knapp vor der Einfahrt in den dort oben gelegenen Wadi Bani Awf, der durch das Gebirge zur\u00fcck Richtung Muskat f\u00fchrt, liegt das Al-Hoota Resthouse. Eine sehr sympathische Unterkunft, in der wir auch Silvester feiern durften. Da der westliche Jahreswechsel von 31.12. auf 1.1. f\u00fcr Muslime keine besondere Bedeutung hat, finden solche Feierlichkeiten fast nur in touristischen Unterk\u00fcnften statt. Die Omanis sind dabei besonders stolz auf ihre Kultur und nutzen daher gerade bei solchen Festlichkeiten die M\u00f6glichkeit auf ihre Art und Weise zu feiern.<\/p>\n<p>So hatten wir auch im Al-Hoota Resthouse die M\u00f6glichkeit omanische Musik und Tanz bei einem Lagerfeuer live zu erleben. Getanzt wird dabei barfu\u00df auf Teppichen und Matten, Musizieren wie Tanzen ist dabei eine ausgesprochene M\u00e4nnerdom\u00e4ne &#8211; mit Ausnahme von \u00fcbermotivierten Touristen. Geteilt werden beim Lagerfeuer aber auch gerne Geschichten \u00fcber Land und Leute, wo sich einmal mehr die Gespr\u00e4chigkeit und Gastfreundlichkeit der Einheimischen zeigt. Wer nicht Englisch kann, l\u00e4sst sich das Gesagte \u00fcbersetzen und erz\u00e4hlt seinerseits Anekdoten. Als Besonderheit des Abends wurde \u00fcbrigens ein ausgezeichneter Happy New Year Cake gereicht, den die anwesenden Mitarbeiter und Guides mit gro\u00dfem Enthusiasmus und Lichtgeschwindigkeit vernichtet haben.<\/p>\n<p><strong>Coleman&#8217;s Rock und Al-Hoota Cave<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2161.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1317\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2161-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"636\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2161-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2161-300x225.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/IMG_2161-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck im Tal bei Al-Hamra liegt ein mehrfache beschilderter kleiner Felsen mitten im Wadibett, der abermals die Arch\u00e4ologen besch\u00e4ftigt. Auf diesem Stein sind n\u00e4mlich Felsritzungen zu sehen, deren genaues Alter ebenfalls schwer zu datieren ist, die aber aufgrund ihrer detailgetreuen Menschendarstellungen sehenswert sind \u2013 angeblich. Der Felsen ist zwar durchaus ausgeschildert von der Hauptstra\u00dfe, der Weg f\u00fchrt allerdings freestyle durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Einzig und allein die Koordinaten helfen, den Felsbrocken tats\u00e4chlich zu finden. Au\u00dferdem gibt es nur ein kurzes Zeitfenster am Morgen, wenn das Licht seitlich auf den Felsen f\u00e4llt, wo die Ritzungen wirklich erkennbar sind. Daf\u00fcr haben sich viele Besucher mit weitaus weniger geschichtstr\u00e4chtigen Kritzeleien auf dem Felsen verewigt. Der Abstecher zum Felsen ist also generell nur f\u00fcr echte Experten wirklich ratsam.<\/p>\n<p>Ein ebenso optionaler Abstecher ist die Fahrt zur Al-Hoota Cave. Gut aus allen Richtungen beschildert, ist sie leicht zu finden. Schon am Eingang des Besucherzentrums f\u00e4llt auf, dass die Sehensw\u00fcrdigkeit privat betrieben wird und wahrscheinlich die touristischste in ganz Oman ist. Die Besucher werden sofort in einen klimatisierten Zug verfrachtet, der ein paar 100 Meter zum H\u00f6hleneingang f\u00e4hrt. Von dort f\u00fchrt ein betonierter Rundgang ca. 500 Meter in die 5 km lange H\u00f6hle hinein. Der Fluss hat hier unterirdisch eine flache, langgezogene H\u00f6hle aus dem Gestein herausgewaschen und wundersch\u00f6nen, gewellte Steinformationen geschaffen. An manchen Stellen haben sich \u00fcber die Jahrtausende phantastische Tropfsteinformationen gebildet, die man in einem derart trockenen Land gar nicht erwarten w\u00fcrde. Auch der Fluss tritt an manchen Stellen nach wie vor zu Tage. Am Ende des Rundganges beginnt au\u00dferdem eine Kette an unterirdischen Seen, in denen kleine Fische leben und die bei steigendem Wasserspiegel auch f\u00fcr zunehmende Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Temperatur ist auch hier das ganze Jahr \u00fcber gleich. Allerdings betr\u00e4gt sie nicht die in Europa gewohnten 15 Grad, sondern 25 Grad mit bis zu 80 % Luftfeuchtigkeit. H\u00f6hlenbesuche sind also im Oman keine Erfrischung.<\/p>\n<p><strong>Jebel Akdhar: Der gr\u00fcne Berg im Herzen Omans<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/akhdar_DSC_6797.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1320\" src=\"http:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/akhdar_DSC_6797-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/akhdar_DSC_6797-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/akhdar_DSC_6797-300x200.jpg 300w, https:\/\/travel.googlehupf.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/akhdar_DSC_6797-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Winter gibt es am gr\u00fcnen Herz des Omans auch nur wenig zu sehen<\/p>\n<p>\u00d6stlich von Nizwa liegt Birkat al Mauz, der See der Bananen, von wo die am besten ausgebaute Stra\u00dfe auf den Jebel Akhdar f\u00fchrt. Der Jebel Akhdar ist hoch und exponiert genug, dass sich a seinen H\u00e4ngen immer wieder Wolken abregnen, weswegen auf ihm fast schon mediterranes Klima herrscht. Daher stammen viele Gem\u00fcse- und Obstsorten aus Oman von den H\u00e4ngen des gr\u00fcnen Berges. Auch das beliebte Rosenwasser, das beispielsweise f\u00fcr den omanischen Kaffee oder die aus Dattelsaft gekochte S\u00fc\u00dfspeise Halwa verwendet wird, wird am Jebel Akdhar hergestellt.<\/p>\n<p>Auch die D\u00f6rfer auf diesem Berg konnten bis vor kurzem nur mit dem Esel erreicht werden. Das Milit\u00e4r baute hier die Stra\u00dfen, weil sich an den H\u00e4ngen auch \u00dcbungspl\u00e4tze befinden. Entsprechend werden vor der Auffahrt nach wie vor F\u00fchrerschein, Autopapiere und Reiselass gepr\u00fcft. Ein Fahrzeug ohne Allrad muss trotz der gut ausgebauten Stra\u00dfen umkehren.<\/p>\n<p>Wie \u00fcberall in den Berggegenden sieht man auch hier regelm\u00e4\u00dfig einheimische Anhalter am Stra\u00dfenrand. Meist sind es die vielen Arbeiter aus Bangladesch, die sich so zwischen dem Berg und ihren Wohnungen in Nizwa und Co. hin und her bewegen. Wir haben bei unserer Auffahrt ein bestimmt 80-j\u00e4hriges Paar aufgegabelt, das im Ausgehgewand sich langsam nach oben gearbeitet hat. Die beiden Herrschaften haben uns auch ohne gemeinsame Sprache motiviert den Weg gewiesen und wollten sich gleich mit einer Einladung revanchieren.<\/p>\n<p>Wer es ohne Unterbrechung auf den Berg schafft, kann ab dem \u00d6rtchen Al-Aqur den Village Walk (W18a) durch die weitl\u00e4ufigen Terrassen gehen. Die Wanderung f\u00fchrt dabei \u00fcber steile Stufen das verschachtelte Wegsystem zwischen den bew\u00e4sserten Terrassenfelder entlang, das die Arbeiten jeden Tag auf und ab laufen. Im J\u00e4nner ist vom gr\u00fcnen Berg selbstverst\u00e4ndlich wenig zu sehen, weil die Temperaturen in der Nacht auch gelegentlich unter Null fallen. Kurz vor unserer Ankunft Ende Dezember hat es auf den Gipfeln des Hajar sogar geschneit. Wir kommen hingegen bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel durchaus ins Schwitzen. Der Village Walk f\u00fchrt n\u00e4mlich auch eine Zeit lang an der Autostra\u00dfe entlang. Der Besuch des letzten Dorfes am Weg lohnt sich dabei fast nur, wenn man eine l\u00e4ngere Wanderung weiter in den Wadi Bani Habib plant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hajar-Gebirgszug trennt die Capital Area, sowie die fruchtbare K\u00fcstengegend der Batinah und den weiteren K\u00fcstenstreifen bis Sur vom Rest Omans. Dass so unterschiedliche, von 2000 bis 3000 Meter hohen Bergen getrennte Regionen \u00fcberhaupt zu einer Einheit verschmelzen konnten, grenzt schon fast an ein Wunder. Dennoch befinden sich gleich s\u00fcdlich des Hajar mit Nizwa, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1312,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[113],"tags":[125,119,120,123,124,121,122],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1233"}],"collection":[{"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1233"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1233\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1321,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1233\/revisions\/1321"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/travel.googlehupf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}